Das „Schiff BSW“: Ein Kapitän, ein paar Offiziere und eine Handvoll Matrosen – bereit für die große Fahrt - o d e r ??
Am 16. November 2024 soll das "Schiff BSW" – das Bündnis Sarah Wagenknecht – auch in Bayern „zu Wasser“ gehen. Es ist ein passender Vergleich: Diese neue „Partei“ gleicht einem Schiff, auf dem es genau eine Kapitänin gibt, einige Offiziere und eine äußerst überschaubare Zahl an Mannschaftsmitgliedern.
Laut Süddeutscher Zeitung zählt die Crew gerade mal 96 Mitglieder in Bayern; in anderen Bundesländern schaffen es nur 40 Begeisterte an Bord. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Nun, ich bekenne mich schuldig, ein Schelm zu sein.
„Demokratie? Ach, das ist doch nur was für die anderen!“
Das BSW – offensichtlich eine Partei der handverlesenen Mitglieder – scheint jede Möglichkeit einer kontroversen innerparteilichen Diskussion elegant vermeiden zu wollen. Von einem repräsentativen Spiegelbild der Bevölkerung kann keine Rede sein.
Wer zur Mitgliedschaft eingeladen wird, passt ganz wunderbar zur „Stromlinienförmigkeit“ die von einem bequemen Mitglied erwartet wird, denn nur als ein solches „funktioniert“ es - ohne Widerspruch zu äußern.
Vom Hoffnungsschimmer zur Desillusionierung
Doch was passiert jetzt? Die Ampelkoalition ist kollabiert, Neuwahlen stehen am Horizont.
Hat das BSW in diesem Szenario überhaupt noch „eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“? Die Bürger – sprich, die Wähler – sind heutzutage nicht mehr so leicht zu beeindrucken. Genaues Hinsehen lohnt sich, und es fällt nicht schwer zu erkennen, dass der potenzielle Wähler hier lediglich Mittel zum Zweck ist: Der Zweck heißt hier nicht echte Gerechtigkeit oder Vernunft, sondern ein einfacher Weg zur Macht für wenige Akteure.
Was Anfang 2024 als frische Hoffnung begann, hat sich für viele Engagierte inzwischen zu einer Enttäuschung entwickelt. Während sich einige in die Arme anderer Parteien flüchten, die sie vielleicht wirklich brauchen und anerkennen, bleibt die Frage: Wohin geht der Kurs nach einem möglichen „Aus“ der Ampel?
Der kluge Wähler wird sich fragen: Warum sollte ich nicht das „Original“ wählen – Die Linke – anstatt diese abgespeckte, bis zur Unkenntlichkeit verformte Version sozialer Gerechtigkeit und Vernunft? Was will eine Partei mit wenigen Mitgliedern, aber mit dem Wunsch nach unfassbar vielen Wählern?
Vermutlich hat BSW eines nicht bedacht: Die Bürger wollen nicht nur Reden hören, sie wollen eine echte politische Alternative und vor allem Antworten – und das ist BSW bisher definitiv nicht.

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